„Cannon Fodder“ – Koproduktion von KatlZ (Riga) und Volksbühne Berlin bei dem POSTWEST Festival

Im Rahmen des Festivals POSTWEST, organisiert von der Volksbühne Berlin, ist die Theateraufführung „Cannon Fodder“ – eine Koproduktion zwischen der Volksbühne und KatlZ (Riga) mit Anta Aizupe, Jana Jacuka und Inese Pudža im LIVE-Online-Format zu erleben. Autor des lettischen Textbeitrags der Aufführung ist der Dichter Arvis Viguls.

Die Performance „Cannon Fodder“ fand am 24. Juni 2020 statt. Die Aufzeichnung der Performance kann auf der Internetseite des POSTWEST-Festivals erlebt werden.

Heute leben wir in einer Welt, in der wir alle jederzeit zu „Kanonenfutter“ werden können.
Tatsächlich sind es einige von uns schon geworden. Und es ist nicht so, als wäre es vorher irgendwie anders gewesen.
Eigentlich hat sich nichts wirklich geändert. Doch haben wir dies erst jetzt in seiner ganzen Tragweite – und unwiderruflich – begriffen. Wir können der Entropie, die uns heimsucht und Teil von uns ist, nicht entkommen. Sie ist ein physikalisches Gesetz. Sie ist bedingungslos. Doch können wir dieses Gesetz überwinden, können wir ein- und ausatmen, können wir das Geräusch des Windes hören, der unserem Atem folgt?
Können wir das Ausmaß der Entropie in dieser Welt reduzieren?
Vielleicht nicht. Aber wir müssen es versuchen. Hört auf, Kanonenfutter zu sein!

Credits
Regie, Bühne: Dmitriy Volkostrelov
Text: Pavel Pryazhko
Regie- und Bühnenbildassistenz: Alena Starostina
Künstlerische Produktionsleitung: Evgenia Shermeneva
Lichtdesign: Andrejs Jarovojs
Englischer Stücktext: Alexander Vartanov
Lettischer Stücktext: Arvis Viguls
Produktion: Andra Treibaha

Mit: Anta Aizupe, Jana Jacuka, Inese Pudzha

Koproduktion zwischen KatlZ und Volksbühne Berlin
In Kooperation mit Ģertrūdes ielas teātris und Maija Pavlova

KatlZ ist eine unabhängige Produktionskompagnie in Riga. Sie kreiert Performances, die in erster Linie verschiedene Gemeinschaften, Kultur- und Sprachtraditionen zusammenbringt, um Verbindungen herzustellen und Gehör für jede*n zu verschaffen.

Das Theaterfestival POSTWEST sollte im Mai 2020 mit Partnertheatern aus neun Ländern, die eigens dafür zwölf neue Stücke entwickelt haben, stattfinden. Nun finden sich alle Partnertheater in einer neuen Realität wieder. Die COVID19-Pandemie bedeutete für die künstlerischen Teams nicht nur den Ausfall der Festivalwoche im Mai, sondern auch das abrupte Ende der Vorbereitungsphase: Die Produktionen befanden sich kurz vor Probenstart, das gemeinsame Bühnenbild für das Große Haus entstand bereits in den Werkstätten der Volksbühne, der Zeitplan für die Festivaltage war finalisiert. 

Wie lässt sich dieses transkulturelle Theaterfestival nach einem Jahr Vorbereitungszeit ohne fertiggestellte Produktionen und ohne reale Bühne kurzfristig umsetzen? Mit einer Rückkehr zum Grundgedanken des Festivals, dem kollektiven künstlerischen Austausch. Statt der Volksbühne wird nun der digitale Raum für grenzüberschreitenden Austausch genutzt und damit auch als Ort für die virtuelle Ausgabe von POSTWEST

Vom 24. bis 26. Juni 2020 wird POSTWEST als digitales Festival nachgeholt mit Online-Live-Performances, Videos on demand, Audiotracks und Diskursveranstaltungen, Begegnungen mit den Künstler*innen und DJ-sets.

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