Kinostart: „Die Tochter des Spions“ von Gints Grūbe und Jaak Kilmi ab 2. Juli in deutschen Kinos.

Filmstill aus „Die Tochter des Spions“ (Gints Grūbe, Jaak Kilmi)

Mit ihrer DokumentationDie Tochter des Spions (My Father the Spy, Lettland, Deutschland 2019) erzählen die Regisseure Gints Grūbe und Jaak Kilmi von einem Einzelschicksal aus der Zeit des Kalten Krieges. Eine Zeit, in der die Welt in zwei ideologisch unterschiedliche Teile aufgeteilt war.

Am 03.09.1978 verliert die damals neunzehnjährige Ieva Lesinska ihre Identität. Plötzlich stammt sie nicht mehr aus Riga, sondern wird zu einer DDR-Emmigrantin mit US-amerikanischem Pass. Für die nächsten acht Jahre ist sie Evelyn Dorn, ein Mädchen aus Ost-Berlin.

Eigentlich will sie nur ihren Vater besuchen, der bei der UNO in New York arbeitet. Doch nach ein Paar Tagen erfährt sie, dass er nicht der ist, den sie glaubte zu kennen. In Wahrheit ist er ein Doppelagent, der sowohl für den KGB wie die CIA arbeitet. Nun will er aussteigen und ganz zu den Amerikanern überlaufen. Ieva muss sich sofort entscheiden: Entweder geht sie zurück zu ihrer Mutter nach Lettland oder sie bleibt bei ihrem Vater in den USA.

Die junge Frau entschließt sich zu bleiben und lebt fortan in einem Schutzprogramm der US-Geheimdienste. Ihre neue Identität ist eine einzige Lüge, über ihre wahre Herkunft darf sie kein Wort verlieren. Glauben würde ihr ohnehin niemand. 

Nach acht Jahren stirbt der Vater auf mysteriöse Weise. Wurde er enttarnt und ermordet oder starb er eines natürlichen Todes? 

Jetzt, nach mehr als 30 Jahren will Ieva endlich die Wahrheit erfahren. Wer war ihr Vater wirklich? Ist er eines natürlichen Todes gestorben oder haben russische, vielleicht sogar amerikanische Geheimdienste ihn auf dem Gewissen? Wie auch immer die Wahrheit lauten wird, sein Leben im Kalten Krieg hat ihres für immer aus den Angeln gehoben. 

Ein berührend spannendes Einzelschicksal einer kaum noch real erscheinenden Epoche, einer Zeit, deren politischer Ernst uns heute tragisch, absurd und komisch zugleich erscheint. Auch wenn „Die Tochter des Spions“ eine Dokumentation ist, so ist sie hochspannend wie ein Thriller.

 „DIE TOCHTER DES SPIONS“ von Jaak Kilmi und Gints Grūbe kommt am 2. Juli 2020 in die deutschen Kinos.

Empfehlenswert:

Das Kino Union in Berlin zeigt den Dokumentarfilm am 5. Juli um 11 Uhr, in Anwesenheit des Schriftstellers, Autors und Journalisten Dirk Brauns vom Spionagemuseum Berlin.

Am 7. Juli findet im Kino Sputnik – Höfe am Südstern in Berlin nach der Vorstellung um 18:30 Uhr ein Publikumsgespräch mit dem Historiker Dr. Bodo Hechelhammer statt.

Weitere Information und alle Termine zum Film finden Sie auf der Internetseite: http://www.dietochterdesspions-derfilm.de sowie auf der Facebook-Seite des Films.

Wer Kinos lieber meidet: Aufgrund der Corona-Krise ist der Film auch exklusiv im Stream als Video on Demand erhältlich unter: https://www.kino-on-demand.com/movies/die-tochter-des-spions

Titelbild: Filmstill aus „Die Tochter des Spions“ (Gints Grūbe, Jaak Kilmi)

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