MYCELIA – ein deutsch-lettisches Künstlerinnenprojekt

Von 12. bis 18. August 2021 MYCELIA-Artist Residence im Mark Rothko Kunst Zentrum in Daugavpils.

„Künstlerischer Erfolg hängt von einem guten Netzwerk ab, das letztendlich über Sichtbarkeit und sogar über Qualität entscheidet. Bis heute wird dieses Netzwerk von Faktoren wie Geschlecht, Hautfarbe und sozialem Hintergrund maßgeblich mitbestimmt. Wir brauchen ein kollektives Nachdenken; wir brauchen andere und neue Strukturen; wir benötigen ein gesundes Ökosystem.“

Anabel Roque Rodríguez, Kuratorin, Mycelia Projektbeschreibung

Wie alles begann?

Bereits vor fünf Jahren wurde die Idee geboren, ein deutsch-lettisches Künstlerinnen Projekt zu entwickeln.

Anlass gab die vielfach bewunderte Ausstellung von Diāna Popova vom Latvian Center for Contemporary Art in der Münchener Galerie GEDOK. Die gute Zusammenarbeit mit der lettischen Kuratorin,  sie war später auch erste Kuratorin des Projektes MYCELIA – war ausschlaggebendfür die Gedanken einer stärkeren Vernetzung von Künstlerinnen aus Deutschland und Lettland und gemeinsam ein interdisziplinäres Kunstprojekt zu entwickeln, das in beiden Ländern über mehrere Jahre stattfindet.

Bisher waren die Projekte in München – „MONOCOLAR SPECTATOR“ 2017, Berlin – „WE TOGETHER TOO“ 2018, München – „MYCELIA“ 2020 und damit schließt die Phase 1 des Projektes.

„MYCELIA ist eine weibliche Form des Begriffs Mycelium, dem Fasergeflecht des vegetativen Teil seines Pilzes. In der Regel entstehen aus diesem Mycel die oberirdisch sichtbaren Fruchtkörper.“

Zitat aus der Mycelia Projektbeschreibung

Foto © Ieva Balode und Silke Bachmann, Fotographie Florian Goberge

MYCELIA

– der Name ist der Natur, dem Geflecht des Pilzmyzels entliehen – versinnbildlicht den Vernetzungsgedanken verschiedenster Kunstformen und künstlerischer Ausdrucksweisen. Er steht für Zusammenarbeit und Zusammenhalt, für kreativen Ideen- und Gedankenaustausch, für gegenseitige Befruchtung der Arbeit. Zur Zielstellung dieses Netzwerkes gehört es, sich international weiter zu verbreiten und über Deutschlands und Lettlands Grenzen hinaus neue, innovative Kunstprojekte zu entwickeln, um für weibliche Künstlerinnen und ihre Werke eine größere Anerkennung und Aufmerksamkeit zu erreichen.

ZUR PROJEKT WEBSEITE

Foto © Gundega Evelone und Karin Fröhlich, Fotographie Florian Goberge

Die PHASE 2 – MYCELIA- MICĒLIJA Artist in Residence / Ausstellung in Lettland

Vom 12. Bis 18. August 2021 im Mark Rothko Kunst Zentrum in Daugavpils werden die Künstlerinnen wieder zusammentreffen.

Ausstellung „MYCELIA –MICĒLIJA” vom 28. Januar bis 10. April 2022

Das Ergebnis des MYCELIA-Artist Residence wird eine Ausstellung „MYCELIA –MICĒLIJA” vom 28. Januar bis 10. April 2022 im Mark Rothko Zentrum in Daugavpils, Lettland zu sehen. Kuratorin: Tatjana Černova. Die Ausstellung wird mit Vorträgen ergänzt. Ein Symposium mit den Kuratorinnen Anabel Roque Rodríguez und Diana Popova ist auch geplant.

Im Sommer 2021 mit der Inspiration Lettland, jeweils fünf Künstlerinnen aus Lettland und Deutschland, und andere geladene Gäste, werden zum Begleitprogramm des Projektes neue Ansatzpunkte für weitere Projektideen finden. Die weibliche Kunstszene in interdisziplinärer Zusammenarbeit, besser und stärker vernetzt, die Idee eines wachsenden Mycels.

Foto © Laura Feldberga und Patricia Lincke Fotographie Florian Goberge

Beteiligte Künstlerinnen:

Silke Bachmann  + Ieva Balode

Karin Fröhlich + Gundega Evelone

Patricia Lincke + Laura Feldberga

Penelope Richardson + Sandra Strēle

Sabine Schlunk + Guna Millersone

Gesprächsrunde: Anabel Roque Rodriguez mit Judith Egger und Diana Popova.

Kuratorin: Tatjana Černova

Foto © Sandra Strēle und Penelope Richardson, Fotographie Florian Goberge

Die GEDOK, die traditionsreiche Vereinigung von Künstlerinnen aller Sparten, existiert in vielen Städten Deutschlands. Sie ist u.a. Mitglied der UNESCO und verfolgt seit 93 Jahren konsequent das Ziel, talentierte und begabte Künstlerinnen zu fördern. Dabei nutzt sie das über fast ein Jahrhundert lang aufgebaute Netzwerk in allen Bereichen des öffentlichen Lebens sowie ihre internationalen Kontakte.

Foto © Guna Millersone und Sabine Schlunk, Fotographie Florian Goberge

Blog Beitragsbild.  © und Fotographie Patricia Lincke

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