Sinfoniekonzert – Ksenija Sidorova und Ainārs Rubiķis in der Komischen Oper Berlin

Foto: Jan Windszus

Am 28. Januar 2022 lädt der Generalmusikdirektor der Komischen Oper Ainārs Rubiķis zum 4. Sinfoniekonzert ein – mit der lettischen Star-Akkordionistin Ksenija Sidorova und dem Orchester der Komischen Oper Berlin, unter der Leitung von Ainārs Rubiķis.

Freitag, 28. Januar 2022, 20 Uhr
Ainārs Rubiķis und Ksenija Sidorova

Komische Oper Berlin (Behrenstraße 5510117  Berlin). Tickets können hier bestellt werden.

Dirigent– Ainārs Rubiķis
Solistin – Ksenija Sidorova, Akkordeon

Béla Bartók Der wunderbare Mandarin op. 19
Artem NyzhnykMactoub, Partita Nr. 2
Pjotr I. Tschaikowski Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique

Alles, außer gewöhnlich! – Béla Bartóks Musik zur Tanzpantomime Der wunderbare Mandarin verursachte 1926 in Köln einen Skandal, Oberbürgermeister Konrad Adenauer untersagte sogar zeitweilig die Aufführung des Werkes. Längst genießt es allgemeine Bewunderung als Beispiel der musikalischen Avantgarde. Deren Geist hat sich auch der ukrainische Komponist und Bajan-Spieler Artem Nyzhnyk verpflichtet. Im Zentrum seiner vierteiligen Partita Nr. 2 »Mactoub« von 2011, mit ihren Klängen zwischen Spätromantik und minimal music, steht das Solo-Akkordeon. Dessen hochkomplexen Part interpretiert die lettische Star-Akkordeonistin Ksenija Sidorova. Pjotr I. Tschaikowski hielt seine 6. Sinfonie für sein wichtigstes Werk, doch rief sie seinerzeit wenig Begeisterung hervor – heute verzaubert die Pathétique das Konzertpublikum und sichert ihrem Schöpfer stets aufs Neue die Unsterblichkeit.

Seit der Spielzeit 2018/19 ist Ainārs Rubiķis Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, wo er in seiner ersten Saison unter anderem die Neuproduktion Die tote Stadt sowie die Uraufführung von Moritz Eggerts M – Eine Stadt sucht einen Mörder und die Wiederaufnahmen von Die Liebe zu drei Orangen, Cendrillon und Der Rosenkavalier dirigiert. Außerdem gastierte er bei den Bamberger Symphonikern und beim Ulster Orchestra und kehrte für eine Neuproduktion von Rusalka an das Moskauer Bolshoi Theater zurück.
Rubiķis erlangte erstmals internationale Aufmerksamkeit, als er 2010 den Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb gewann. 2011 wurde Ainārs Rubiķis mit dem Nestlé und Salzburger Festspiele Young Conductors Award ausgezeichnet und dirigierte danach das Gustav Mahler Jugendorchester bei den Salzburger Festspielen. Von 2012 bis 2014 leitete er das Staatliche Akademische Opern- und Ballett-Theater Nowosibirsk als Musikdirektor und Chefdirigent und wurde mit dem renommierten Golden-Mask-Award als bester Dirigent für die Neuproduktion von Bernsteins Mass ausgezeichnet.

Seit ihrer Gründung steht die Komische Oper Berlin für zeitgemäßes, lebendiges Musiktheater und hat sich zu einem der profiliertesten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. Mit dem Namen »Komische Oper« knüpft Gründervater Walter Felsenstein an die Unmittelbarkeit und Volksnähe der französischen Opéra comique, aber auch an die im Krieg zerstörte Berliner Komische Oper in der Friedrichstraße an der Weidendammer Brücke an, deren Intendant Hans Gregor 1905–1911 von ähnlichen Ideen inspiriert war und eine »Kunst ohne Konvention, Vorurteile und Künstlereitelkeiten« forderte.

Titelbild von Dario Acosta

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