Großes Konzert im Gewandhaus zu Leipzig: Andris Nelsons und Leonidas Kavakos mit dem Gewandhausorchester

Foto: Marco Borggreve

Ein großartiges Konzert erwartet uns am 31. März und 1. April 2022 im Gewandhaus zu Leipzig: Gewandhausorchester, dirigiert von Andris Nelsons, mit dem Solisten Leonidas Kavakos (Violine).

31. März 2022 und 1. April 2022, 20:00 Uhr Andris Nelsons und Leonidas Kavakos mit Gewandhausorchester im Gewandhaus zu Leipzig. Mehr Information und Tickets unter: https://www.gewandhausorchester.de/

Andris Nelsons Dirigent

Leonidas Kavakos Violine

Gewandhausorchester

Programm:

Chin: Violinkonzert Nr. 2 „Scherben der Stille“ (DEA)
Tschaikowsky: Manfred-Sinfonie h-Moll op. 58

ALS ES STILL UM DIE STILLE WURDE

Plötzlich, mitten in der Pandemie, brach Panik aus. Nach Klopapier und Schnelltests wurde die Stille knapp! Die hohe Nachfrage in geschlossenen Konzertsälen, Kinos und Museen fraß binnen kürzester Zeit letzte Lagerbestände auf. Der internationale Markt war leergefegt, die Wertsteigerung enorm und man riss sich um letzte Bruchstücke und Scherben. Unsuk Chin sammelt sie und vereint sie zum Gefäß, in dem Töne ihre erlösende Wirkung entfalten können. Drei Weltklasseorchester haben sich zusammengetan, um mit Unterstützung der Ernst von Siemens-Stiftung bei der in Südkorea aufgewachsenen Komponistin, die ihr Studium unter anderem bei György Ligeti in Hamburg absolvierte und seit 1988 in Berlin lebt, ein Werk in Auftrag zu geben. Das 2. Violinkonzert Scherben der Stille bezeichnet Unsuk Chin, in deren vielseitigem Werk sich Einflüsse der klassischen Moderne mit prägenden Eindrücken balinesischer Gamelanmusik, elektronischen Klängen und mittelalterlichen Kompositionstechniken verbinden, als subjektives Portrait des Widmungsträgers Leonidas Kavakos, dessen befeuernd intensives und zugleich fokussiertes, technisch überragendes Spiel sie fasziniert. Der von Byron inspirierte Protagonist von Tschaikowskis Manfred-Sinfonie findet reiche Stille-Vorkommen im Gebirge. Nur dem Widerhall der eigenen Worte und Gedanken ausgesetzt und heimgesucht von Visionen irrt er durch überwältigend musikalisierte (Seelen-)Landschaften seinem Ende entgegen.

Quelle: https://www.gewandhausorchester.de/

Titelbild: Robert Torres

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