„This Rain Will Never Stop“ ab 24. März in den Kinos

Der berührende Dokumentarfilm „This Rain Will Never Stop“ (lettisch-ukrainische Koproduktion) erzählt von dem jungen Syrer Andriy, der als Kriegsflüchtling in der umkämpften Ostukraine landet.

Schon seit 2014 kämpft in der Ost-Ukraine, im Donbass, die ukrainische Armee gegen prorussische Separatisten. Die ukrainische Filmemacherin Alina Gorlova hat über diesen lange verdrängten Krieg einen Dokumentarfilm gedreht, der jetzt eine ganz neue Aktualität bekommt. Ab 24. März 2022 kommt „This Rain Will Never Stop“ in die deutschen Kinos. Sehr empfehlenswert!

Der Dokumentarfilm nimmt den Zuschauer mit auf eine bildgewaltige Reise durch den endlosen Kreislauf von Krieg und Frieden in der Menschheit. Der Film folgt dem 20-jährigen Andriy Suleyman bei seinem Versuch, eine nachhaltige Zukunft zu sichern und gleichzeitig den menschlichen Tribut für bewaffnete Konflikte zu zahlen. Andriy wurde als Sohn eines kurdischen Vaters und einer ukrainischen Mutter in Al-Hasaka Syrien geboren. Im Jahr 2012, als Andriy in der 9. Klasse war, floh seine Familie vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Lyssytschansk, der Heimat seiner Mutter in der Ostukraine. Doch kurz nachdem sie ihr neues Leben begonnen haben, holt der Krieg die Familie wieder ein, als plötzlich ein neuer Konflikt in der Ukraine ausbricht. Konfrontiert mit der Realität des anhaltenden Leidens, beschließt Andriy sich als Freiwilliger beim Roten Kreuz zu melden.

This Rain Will Never Stop ist ein Antikriegsfilm, auch wenn er frei ist von Bildern und Szenen, die man gemeinhin mit Kriegsgeschehen verbindet. Vielmehr beschreibt die 1992 in Saporischschja geborene Regisseurin, was das Leben der Menschen nach einem akuten Kriegszustand bestimmt. Schon in ihrem letzten Film No Obvious Signs begleitete sie eine ukrainische Soldatin, die nach ihrem Einsatz gegen russische Separatisten an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) litt.

In This Rain Will Never Stop, der zwischen 2017 und 2019 gedreht wurde, widmet sie sich erneut der Ostukraine. Anders als etwa Sergei Loznitsa in seinem dokumentarisch anmutenden Spielfilm Donbass zeigt die Regisseurin nichts von der Brutalität, mit der Menschen im Krieg gegeneinander vorgehen. In elf Episoden erzählt sie behutsam und geduldig von kleinen, alltäglichen Szenen im besetzten Gebiet, wie sie sich in Fotos oder Nachrichtenclips kaum auszudrücken vermögen.“ (Katharina Böhm, DIE ZEIT)

Regisseurin Alina Golova beschreibt die aktuelle Situation in Kiew am 1. März: „Es fehlt an fast allem – Benzin, Lebensmittel, Medikamente. Oft verzögern sich Lieferungen aus anderen Städten, oder man kommt wegen der Ausgangssperre nicht von den Lagerplätzen zu den Wohnungen der Leute und muss das Nötigste im nächstgelegenen Laden kaufen. Die Cafés sind geschlossen. Es ist schwierig, sich ohne Auto fortzubewegen. In den Geschäften gibt es lange Schlangen. Wir geraten nicht in Panik. Wir versuchen, uns zu organisieren und schreckliche Folgen zu verhindern. Wir helfen, indem wir Einkäufe und Lieferungen der grundlegendsten Produkte für die Zivilbevölkerung und von Benzin organisieren.“

THIS RAIN WILL NEVER STOP ab 24. März 2022 in den deutschen Kinos.
Regie: Alina Gorlova| Deutschland, Lettland, Qatar, Ukraine 2020 | Produzenten: Maksym Nakonechnyi, Ilona Bicevska, Patrick Hamm | 104 Minuten
mit Andriy Suleyman
Verleih: jip film & verleih und in Kooperation mit goEast Filmfestival | PRESSEMATERIAL

THIS RAIN WILL NEVER STOP hat zahlreiche Preise gewonnen, darunter den Award for Best First Appearance beim IDFA, auf dem Cork Internationale Filmfestival den Preis für den Besten Film, den Jury Preis auf dem One World – International Human Rights Documentary Film Festival in Tschechien und die Goldene Lily für den Besten Film beim goEast Festival.

In Kinos u.a.:

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