Baņuta – lettische Nationaloper im Theater im Delphi, Berlin

Die lettische Nationaloper „Baņuta“, die von der zeitgenössischen Berliner Theatergruppe „Hauen und Stechen“ in Zusammenarbeit mit lettischen Künstler*innen geschaffen wurde, wird vom 31. August bis 3. September 2022 im Theater im Delphi (Gustav-Adolf-Str. 2, 13086 Berlin) zu sehen sein.

Premiere 31. August 2022, 19 Uhr 

Vorstellungen:

31. August | 1. | 2. 3. September – 19.00 Uhr

 Karten und weitere Informationen: Theater im Delphi | Programm

Theater im Delphi – Gustav-Adolf-Str. 2, 13086 Berlin

Das Musiktheaterkollektiv „Hauen und Stechen“ wurde eingeladen, gemeinsam mit Künstler:innen aus Riga die erste lettische Nationaloper zu inszenieren: Sie folgen dem Leben der jungen Partisanin Baņuta zwischen Entfremdung und Ablehnung, heidnischen Liebesritualen und dem selbstbestimmten Wunsch nach Glück.

Kaum aus dem Krieg gerettet, verliert die junge Partisanin Baņuta ihren frisch angetrauten Ehemann durch einen Rachemord. Die Handlung überschlägt sich: Visionen von Tod und magische Zeichen, Entfremdung und Ablehnung, Verbote, Schwüre, heidnische Liebesrituale und der selbstbestimmte Wunsch nach Glück bestimmen bis zuletzt ihr Leben in der Fremde. Eine mythische Vergangenheit konfrontiert sich mit den Erfahrungen der Kriege des 20. Jahrhunderts in Osteuropa, deren Kämpfe insbesondere für die Frauen auch nach der Rückkehr von der Front nicht endeten.

Im Sommer 2020 wurde die szenische Konzeption zunächst für einen Film adaptiert, in dem Oper, Musiktheater und zeitgenössische Performativität verschmelzen, und der nebenan in einer Matineevorstellung in der Brotfabrik zu sehen sein wird. Die neue Inszenierung der Oper von Alfrēds Kalniņš ist nun erstmals in Deutschland zu sehen – live im Theater im Delphi.


HAUEN UND STECHEN
Das Musiktheaterkollektiv HAUEN UND STECHEN wurde 2012 gegründet und arbeitet an einer neuen Musiktheatersprache, die inhaltlich und ästhetisch engagiert und expressiv ist. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit stehen die intensive Auseinandersetzung mit den klassischen Opernwerken und ihre Übersetzung in disparate Kunst-Räume und die polyphone Klangwelt eines Kollektivs. Das Kollektiv spielte u. a. an der Staatsoper Stuttgart, der Bayerischen Staatsoper, im Théâtre de l’Athénée in Paris, der Deutschen Oper Berlin, den Sophiensælen, der Neuköllner Oper und im Ballhaus Ost, außerdem in Kellern, einer stillgelegten Brauerei, Kasernen, Garagen, einer Malerwohnung, einem Schweizer Hotel, der Akademie der Künste Berlin und in einem Auto.

Regie: Franziska Kronfoth
Bühnenbild & Kostüme: Lotta Hench
Dramaturgie: Evarts Melnalksnis
Musikalische Leitung & Arrangement &Klarinette: Jēkabs Nīmanis
Chorleitung, Dirigat: Patriks Kārlis Stepe
Gesang: Laura Grecka (Sopran), Angela Braun (Sopran), Gustavs Melbārdis (Bariton), David Ristau (Bariton)
Schauspiel: Gina-Lisa Maiwald, Dainis Sumišķis
Schauspiel, Live-Video: Āris Matesovičs
Klavier: Kārlis Tirzītis
Flöte: Andis Klučnieks
Kontrabass: Stanislavs Judins
Schlagzeug: Ernests Medinš
Chor Motociklistu: Kora Banda
Videoschnitt: Ieva Stade
Produktionsleitung: Laura Hörold (Berlin), Marta Kontiņa & Elizabete Palasiosa (Riga)
Regieassistenz: Didzis Ruicēns
Kostümassistenz: Nikola Ščadro
Bühnenbildassistenz: Jorinde Sturm

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