Andris Nelsons mit dem Gewandhausorchester Leipzig bei Musikfest Berlin

Philharmonie Berliner, Fotograf: Adam Janisch

„Muss es sein?“ – „Nein, es muss nicht sein.“ Im widerständigen Spiel mit einem berühmten Beethoven-Zitat hat Sofia Gubaidulina mit „Der Zorn Gottes“ ein Werk geschaffen, das dem Gewaltpotenzial des Menschen einen spirituell grundierten Humanismus entgegensetzt. Andris Nelsons und das Gewandhausorchester Leipzig bringen die Deutsche Erstaufführung zu Gehör, gemeinsam mit Werken von Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch.

Freitag, 09. September 2022, 20:00 Uhr

Berliner Philharmonie, Großer Saal

Information zum Konzert und Karten: Karten

Gewandhausorchester Leipzig

Andris Nelsons, Dirigent

Dmitri Schostakowitsch

Kammersymphonie c-Moll op. 110a (Orchestrierung von Rudolf Barschai)

Sofia Gubaidulina

Der Zorn Gottes

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

19:10, Südfoyer
Einführung mit Martin Wilkening

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin

Andris Nelsons, ©Marco Borggreve

Andris Nelsons

Andris Nelsons ist Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra und Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig. Durch diese beiden Positionen und sein persönliches Engagement entstand eine zukunftsweisende Verbindung zwischen den zwei Institutionen, die den Grammy-gekürten Nelsons als einen der renommiertesten und innovativsten Dirigenten in der internationalen Musikszene ausweisen.

Seine Tätigkeit als Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra nahm Nelsons mit Beginn der Saison 2014/15 auf, seine Ernennung zum Gewandhauskapellmeister erfolgte im Februar 2018. Im Oktober 2020 wurden die Verträge mit beiden Orchestern verlängert. Ein Höhepunkt für Nelsons, das Boston Symphony Orchestra und das Gewandhausorchester Leipzig fand Ende 2019 statt: Im Rahmen der Kooperation zwischen den beiden Orchestern gaben sie gemeinsam drei Konzerte in Boston. Das Gewandhausorchester Leipzig trat auch innerhalb der Abonnementreihe des BSO auf. In der nächsten Saison wird die Allianz dieser beiden Klangkörper das symphonische Werk von Richard Strauss durch Konzerte und ein Aufnahmeprojekt in den Fokus stellen.

In der Saison 2020/21 kehrte Nelsons zu diversen Orchestern zurück, wie den Berliner Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Auch die Saison 2021/22 wird Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, im Dezember 2021, beinhalten. Die Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern, mit denen er beim prestigeträchigen Neujahreskonzert 2020 aufgetreten war, findet bei den Salzburger Festspielen einen neuen Höhepunkt. In diesem Festspielsommer dirigierte Andris Nelsons zum wiederholten Mal das Bayreuther Festspielorchester auf dem Grünen Hügel.

Die exklusive Partnerschaft von Andris Nelsons und der Deutschen Grammophon (DG) ebnete den Weg für drei herausragende Großprojekte mit dem Boston Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Wiener Philharmonikern. Mit ersterem legte er einen Schostakowitsch-Zyklus vor, der alle Sinfonien und die Oper Lady Macbeth von Mzensk beinhaltet; der Zyklus wurde mit vier Grammys ausgezeichnet in den Kategorien Best Orchestral Performance, sowie Best Engineered Album. Mit dem Gewandhausorchester Leipzig setzt Nelsons seine Zusammenarbeit an einem vielgepriesenen Zyklus der Sinfonien Bruckners mit dem gelben Traditionslabel fort. Der fünfte Teil beider Zyklen wurde 2021 veröffentlicht. Zum 250. Geburtstag des Komponisten erschienen im Oktober 2019 Nelsons‘ DG-Aufnahmen aller Beethoven-Sinfonien mit den Wiener Philharmonikern.

1978 als Kind einer Musikerfamilie in Riga geboren, begann Andris Nelsons seine Karriere als Trompeter im Orchester der Latvian National Opera, während er zeitgleich Dirigieren studierte. Von 2008 bis 2015 war er Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra, 2006 bis 2009 Principal Conductor der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und von 2003 bis 2007 Music Director der Latvian National Opera.

Das Musikfest Berlin

Das Musikfest Berlin versteht sich als ein Forum für die innovative künstlerische Arbeit der großen Orchester und Ensembles im Bereich der klassischen und modernen Musik. Es präsentiert ein ambitioniertes Festivalprogramm mit wechselnden Schwerpunkten.

Das Orchesterfestival der Berliner Festspiele – veranstaltet in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker – bildet jeweils im Spätsommer den spektakulären Auftakt der Berliner Konzertsaison. Internationale Spitzenorchester, Instrumental- und Vokalensembles präsentieren gemeinsam mit den großen Symphonieorchestern der Stadt Berlin ein ambitioniertes Festivalprogramm mit jeweils wechselnden thematischen Schwerpunkten.

Die Vielfalt der heute bestehenden Orchesterformationen hat sich unter dem Einfluss der modernen Technologien und in Kenntnis der historischen Aufführungspraxen wesentlich erweitert. Das rund dreiwöchige Festival widmet sich daher nicht nur dem symphonischen Repertoire, sondern insbesondere den bedeutenden, raren, vergessenen, ungewöhnlichen und neuen Werken aus Geschichte und Gegenwart. Das Musikfest Berlin versteht sich als ein Forum für die innovative künstlerische Arbeit der großen Orchester und Ensembles des internationalen Musiklebens.

In Zusammenarbeit mit der  Stiftung Berliner Philharmoniker

Titelfoto: Andris Nelsons (©Marco Borggreve, Publizitätsfotos https://andrisnelsons.com)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s